Tour d’Ambin

Vier-tägiges ansprungsvolles Trekking mit drei Uebernachtungen in Berghütten mit Mehrbettzimmern.

Diese Tour ist nur mit stabilem Wetter und mit wenig Schnee über 2.600 m Höhe möglich. Aus diesem Grund ist die empfohlene Jahreszeit normalerweise von Mitte Juli bis max. Mitte September, aber sie kann sich vom Jahr zu Jahr verändern.

Je nach Variante ist die Gesamtlänge von 33 bis 45 Km. Der Gesamthöhenunterschied ist von 2.500mt bis zu 2.800 mt. Die Varianten werden immer mit dem Wandernführer vorher vereinbart.

Die Tour wird nur mit geeigneten Wetterbedingungen durchgeführt. Bei schlechtem Wetter kann der Wanderführer nach einigem Ermessen die Strecke/die Route ändern.

Die Kosten für die Führung betragen 120€ pro Tag insgesamt und sind unter den Mitgliedern aufzugeteilen.

In diesem Preis sind nicht die Übernachtungskosten, Frühstück, Mittagessen und Abendessen inbegriffen.Die Halbpension (Uebernachtung/italienisches Frühstück und Abendessen)  beträgt ca. 40,00 € pro Tag und muss direkt bei den Hütten bezahlt werden.

Die Unterkunft und Verpflegung des Wandernführers sind von den Teilnehmern zu tragen.

Die maximale Teilnehmerzahl ist sechs Personen.

Kein Gepäcktransport.

Bestern Karten: Val Susa, Val Cenischia, Rocciamelone n. 3, Fraternali Editore



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Vallon du Savine

Erster Tag – „Vallon de Savine“
Refuge de Petit Mont Cenis (2.184m) – Lac Giasset – Col Clapier – Rifugio Vaccarone (2.747m)

Länge: 10,8 km
Aufstieg: 736 m;
Abstieg: 206 m
DAV-Schwierigkeitsgrad: T2 (Blau)
Gehzeit ohne Pausen: 3Stunden und 10′

Der Weg entwickelt sich in französischem Gebiet im ruhigen Vallon de Savine  bis auf den Col Clapier.  Am Col Clapier fängt ein alter militätischer Saumweg an, der die alten italienischen Grenzanlagen bis zum Gias verbindet. Den Rifugio Vaccarone erreicht man in Kürze mit einem anderen Saumpfad, der bis auf  Colle dell’Agnello  geht.

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Aussicht aus dem Rifugio Vaccarone
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Rifugio Vaccarone

Vom Rifugio Vaccarone ist die Aussicht über das mittlere und untere Susa Tal total schön. An heiteren Tagen kann man bis zur „Sacra di San Michele“ und zur Stadt Turin sehen. Der Sternenhimmel in der Nacht da oben ist sehr eindrucksvoll und es ist bestimmt lohnenswert, es sich anzuschauen.

Mögliche Varianten:
1. Wir können bis an die Lac Giasset und Perrin (Bergseen) am Füßen des Monte Malamot aufsteigen. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf  Vallon de Savine. Gehzeit:1h30′ und 400 mt Aufstieg.

2. Ab Col Clapier erreichen wir den Rifugio Vaccarone durch einen verschiedenen Weg: Einen militätischen steilen Pfad (+30′).


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Vallone del Tiraculo

Zweiter Tag
Rif. Vaccarone (2747 m) – Rif. Levi-Molinari (1986 m)
durch Denti di Chiomonte und „Pertus“ Colombano Romean
Länge: 13,3 Km
Aufstieg: 351 mt
Abstieg: 1249 mt
DAV-Schwierigkeitsgrad:  T2 (Blau)
Gehzeit ohne Pausen: 4Stunden

Die längste Etappe dieser Tour, am Meisten bergab. Wir wandern in ganz verschiedener Alpenumwelt: Von den nackten Felsen des Rifugio Vaccarone,  die Almen, bis zum Rifugio Levi-Molinari in schönem Lärchenwald.

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Das Susa Tal
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Denti di Chiomonte

Der Saumpfad geht bis zum Eingang des im 16. Jahrhundert mit bloßen Händen innerhalb von sieben Jahren gegrabenen 600 Meter langen und (heute noch zu besichtigenden) Tunnel Colombano Romean. An den kalkhaltigen Denti di Chiomonte können wir die Aussicht auf den steilen Hänge des Susa Tal sehen.

Mögliche Varianten:

1. Beim schlechten Wetter kann man den Weg durch Passo Clopacà (2.750 mt) Höhe verkürzen (9 Km, DAV-Schwierigkeitsgrad: T2 Blau).
2. Falls das Wasserniveau im Colombano Romean-Tunnel niedrig ist und alle einverstanden sind, können wir den Tunnel Colombano Romean besichtigen (+ 1h, 500 mt im Tunnel. Nicht für Klaustrophobische!)


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Biwak Blais am Col d’Ambin

Dritter Tag
Rifugio Levi-Molinari (1986 m) – Réfuge d’Ambin (2270 m)
über den Col d’Ambin (2890 m)
Länge: 9,8 km
Aufstieg: 1105 mt
Abstieg: 677 mt
DAV-Schwierigkeitsgrad: T3 (Rot)
Gehzeit ohne Pausen: 3Stunden und 30 ‚

Das ist die anspruchsvollste Etappe der Tour. Wir erreichen den höchsten Punkt unseres Trekkings (2910 mt, Col d’Ambin). Der Weg bis zum Col d’Ambin ist sehr schmal und steil. Er liegt an der italienisch-französischen Grenze. Da finden wir das Biwak Blais. 300 mt steil unten liegt das schöne Lac d’Ambin, ein kostbarer Edelstein in einem Schmuckkasten.

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Lac d’Ambin

Der Abstieg vom Col d’Ambin zum französichem Gebiet ist ansprochsvoll und kann gefährlich werden. Der Hang geht bergab sehr steil. Trittsicherheit ist absolut notwendig, als auch gute Kondition und Ausdauer.

Wir gehen am Lac d’Ambin entlang und wir folgen dem von ihm abfliessenden Bach bis zu den sanften Weiden im Vallon d’Ambin.

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Abstieg zum Lac d’Ambin

ACHTUNG:

Diese Etappe kann man nur mit wenig Schnee über 2600mt gehen und mit guten Wetterbedingungen. Der Abstieg vom Col d’Ambin ist nur eine Wegspur, schlecht markiert und in einer schmalen und steilen Schuttrinne. Es kann ziemlich gefährlich werden.

Bei schlechtem Wetter oder bei schlechten Konditionen kann nur der Wanderführer bewerten, diesen Weg zu gehen oder Varianten* der Gruppe vorzuschlagen.
(* Siehe die „Gran“ Tour d’Ambin-Webseiten)


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Ref. d’Ambin

Vierter Tag
Ref. d’Ambin (2270 m) – Col du Petit Mont Cenis (2184 m)
durch das Vallon d’Ambin und „Chemin de Chevre“
Länge: 7,4 km
Aufstieg: 370 m
Abstieg: 446 m
Schwierigkeitsgrad: E
Gehzeit ohne Pausen: 2h15′

Letzter Tag, der leichteste der ganzen Tour. Wir steigen das Vallon d’Ambin  durch ruhige Wiesen und kleine Erlenwälder bis zum Parkplatz „De la Maroque“ ab.

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Vallon d’Ambin
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Türkenbundlilie

Von hier aus gehen wir die Schotterstraße, bis wir den Anfang des Chemin de Chevre erreichen. Und hier fängt unser letzter Aufstieg dieser Tour. Schöner „Ziegenpfad“ im duftigen Zirbenwald geht steil hoch durch Felsen, auf dem rechten Hang des Vallon d’Ambin. Wir erreichen die sanften Weiden von Col du Petit Mont Cenis, wo unsere Tour begann.

Mögliche Varianten:
1.  Durch das Vallon du Savine  (+45′ Gehzeit), vor allem wenn man den ersten Tag die Route der Lac Giasset und Lacs Perrin gegangen ist.


Dieser Post ist auch verfügbar auf: Italienisch

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